Umidigi: Vorsicht bei der Anmeldung von Newslettern!

5. Juni 2018

Es klang verlockend. Vor ca. 6 Monaten (und seither eigentlich immer wieder) hat Umidigi ein neues Smartphone vorgestellt. Man konnte sich für einen Newsletter anmelden und dadurch ein neues Smartphone gewinnen. Klang im ersten Moment gut, denn wenn man den Newsletter irgendwann dann nicht mehr sehen wollte, konnte man ihn ja einfach wieder abbestellen. Klang aber eben nur im ersten Moment gut. Denn was seither abgeht, ist für mich eine absolute Frechheit!

Ich dachte damals, das ist eine gute Idee und eine einfache Möglichkeit, ein Smartphone zu gewinnen. Also habe ich von verschiedenen Mailkonten aus den Newsletter bestellt. Gewonnen habe ich natürlich nicht. Also ab und den Newsletter baldmöglichst wieder abbestellen. In jedem Newsletter gibt es am unteren Ende eine Möglichkeit, diesen abzubestellen. Dazu muss man dann im Browser auf einer Unsubscribe-Seite die Mailadresse wieder austragen lassen. Dieses Prozedere habe ich nun schon dutzende Male durchgespielt – und trotzdem erhalte ich in allen Konten jeweils in kurzen Abständen wieder irgendwelche Werbemails von Umidigi. Immerhin mittlerweile automatisch im Spam-Ordner. Aber trotzdem extrem nervig.

Auch das Blockieren von Absender-Domäne bringt nichts

Outlook.com hat eine gute Funktion. Man kann Absender komplett sperren lassen, wenn Mails von einem eben solchen permanent zugestellt werden. Entweder via direkter Mailadresse, oder über die Domäne des Absenders. Auch das habe ich versucht. Aber Umidigi ist nicht blöd. Mails werden jetzt einfach immer von einer anderen Domäne aus verschickt, sodass auch dieser Mechanismus umgangen wird. Darf doch nicht wahr sein?!

Darauf angesprochen, zeigt sich ein Bild, das ich erwartet hatte: Umidigi schweigt. Auf Anfragen reagiert der Konzern genauso wenig, wie auf Einträge in diversen Foren. Kommt hinzu, dass der Konzern bei seinen Phones gerne mal lügt was die Spezifikationen angeht. So hiess es in der Vergangenheit z.B. man hätte beim Umi Super (damals noch Umi, später der Wechsel zu Umidigi) Gorilla Glass 3 verbaut, was sich dann aber als Fake entpuppte, als sogar Cornig, der Konzern hinter Gorilla Glass, einschaltete. Oder aber bei der Akkukapazität wird ebenfalls gerne mal gelogen. Genauso bei den Promofotos, die laut EXIF-Daten von einem iPhone stammen und nicht von einem Smartphone von Umidigi.

Für mich ein weiterer Beweis dafür, dass dem Konzern jedes Mittel recht ist, um seine „Kunden“ zu täuschen. Meine Empfehlung lautet weiterhin ganz klar: Finger weg von Umidigi!

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I would say you lost.

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