[Erfahrungsbericht] Redmi Note 5a Prime: Es muss nicht immer Mittelklasse sein

Android-Smartphones werden von Jahr zu Jahr besser. Das gilt nicht unbedingt gross für die High End-Geräte, aber für Einsteigergeräte und die Mittelklasse. Hätte mich vor ein paar Jahren jemand gefragt, ob ein Mittelklasse-Gerät reichen würde, hätte ich gesagt „nein“. Schwache Specs und Hardware, die ich mir so nie gekauft hätte. Mittlerweile gibt es auch sehr starke Prozessoren in der Mittelklasse – und so habe ich mein Redmi Note 4x (obere Mittelklasse) gegen ein Redmi Note 5a Prime (oberer Einsteigerbereich) getauscht. Klappt das? 

Vor einigen Wochen schrieb mir eine gute Bekannte, dass ihr Redmi Note 4x runtergefallen sei und das Zeitliche gesegnet hatte. Sie fragte mich nach Ersatz. Da ich ohnehin in einigen Wochen das Redmi Note 5 testen werde (und dann auch als Daily Driver verwenden will), habe ich ihr mein aktuelles Redmi Note 4x mit 4GB RAM und 64GB internem Speicher verkauft. Als vorläufige Alternative habe ich zu einem Redmi Note 5a Prime mit 3GB RAM und 32GB Speicher gegriffen. Wie fühlt es sich an, wenn man von der höheren Mittelklasse auf ein Einsteigergerät wechselt? Dazu nachfolgend ein paar Zeilen.

Der Wechsel eines Phones läuft bei mir mittlerweile recht routiniert ab. Wenn es nicht gerade ein Test-Phone ist, bleibe ich ja ohnehin bei Xiaomi. Entsprechend erstelle ich auf dem „alten“ Phone eine Sicherung und spiele diese auf dem „neuen“ Phone ein. Die Apps, die nicht via Sicherung übertragen werden können, lade ich erneut aus dem Play Store herunter. Danach werden alle Apps, Einstellungen etc. noch konfiguriert (vieles davon leider manuell) und schon kann es losgehen. Unter MIUI 8 war dieser Vorgang bedeutend einfacher. Da wurde wirklich alles gesichert und 1:1 übertragen. So konnte ich sogar auf zwei Phones mit der gleichen WhatsApp-Nummer angemeldet sein, weil die Sicherung dem Phone jeweils sagte, dass die App darauf eingerichtet war. Mit MIUI 9 geht das eben leider nicht mehr. Anyway, das nur so am Rande.

Ich bin nicht so der Typ, der viele Fotos macht, Ab und zu mal einen Schnappschuss ja, auch gerne mal schöne Fotos von Landschaften oder Sonnenauf- und Untergängen. Aber viel mehr eigentlich nicht. Entsprechend fällt bei mir natürlich die Kamera nicht so ins Gewicht – und diese ist bei Einsteiger-Phones ja oftmals schlechter, als bei der höheren Mittelklasse oder gar High End-Geräten. Auch Spiele habe ich praktisch keine auf dem Phone.

Die Nutzung im Alltag

Kommen wir mal zur Nutzung im Alltag. Was heisst „Alltag“ eigentlich genau? In meinem Fall sind es folgende Apps, die ich regelmässig nutze:

  • WhatsApp
  • Snapchat
  • 20min (News-App)
  • Wetter-App
  • Musik-App
  • Podcast-App
  • Quiz-Duell
  • Wunderlist
  • Kalender
  • Mail
  • SMS
  • Anrufe
  • Fotos (Galerie)
  • Kamera (Fotos machen)
  • Mi Fit
  • Search.ch (Telefonbuch)
  • Banking-Apps

Ihr seht, ich bin kein Gamer. Eher der Normal-Nutzer. Zurück zum Test: Ja, man merkt einen kleinen Unterschied, was die Geschwindigkeit angeht. Im Redmi Note 5a Prime ist ein Snapdragon 435 verbaut, im Redmi Note 4x war es ein Snapdragon 625. Solange man nur wenige Anwendungen offen hat und nutzen will (z.B. im Hintergrund), merkt man nichts. Bei mehreren Anwendungen gleichzeitig wird das Gerät aber langsamer und gewisse Apps (wie z.B. die Musik-App) haben teilweise sogar kurze Aussetzer. Schade, aber nicht unbedingt sehr tragisch. Man kann ja auch die Anwendungen schliessen, die man nicht unbedingt offen halten will. Ich denke, das ist nicht nur dem Prozessor, sondern auch dem 1GB kleineren Arbeitsspeicher geschuldet.

Der Akku ist ebenfalls rund 1000mAh kleiner und wenn man das Phone als Navi braucht, kann man förmlich zusehen, wie der Akku runtergeht. Das Energie- und Hitzemanagement ist beim Redmi Note 4x mit dem Snapdragon 625 einfach wesentlich besser. Unter normalen Alltagsbedingungen kommt man aber gut über den Tag – ich stecke das Phone ohnehin jeden Abend ans Ladekabel. Den normalen Alltag schafft das Phone aber problemlos. War ich beim Redmi Note 4x abends so bei 30-40% Restakku, sind es beim Redmi Note 5a Prime halt nur noch 10-20%.

Fazit

Ich kann ein Phone wie das Redmi Note 5a Prime als gutes Ersatz-Phone empfehlen (z.B. auch für Openairs oder Zeltlager etc.). Die heutigen Einsteigergeräte können mit den klassischen Standardanwendungen und sogar einfacheren Spielen problemlos umgehen. Auf diese Art kann gut auch mal ein China Phone in eines der Reparaturlager in Europa oder gar nach China zurück und man ist nicht gleich aufgeschmissen, sondern hat für wenig Geld ein gutes Phone in der Hand. Auch für ältere Leute sehe ich hier ein grosses Potential. Diese brauchen meist nur gerade ein paar wenige Apps (WhatsApp, Wetter, SMS, Anrufe, News) und definitiv kein Phone für 800.- und mehr. Wer ein Einsteiger-Phone sucht, ist mit dem Redmi Note 5a Prime sicherlich gut bedient.

 

 

 

I would say you lost.

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Michael

Mein Daily Driver ist das RM Note 4x (3/32), Zweitphone das RM 4x (3/32). Also SOC-technisch der entsprechend gleiche Zweikampf. Abgesehen vom kleineren Display und der schlechteren Auflösung beim RM 4x spüre ich da schon den Performance-Unterschied zum RM Note 4x. Freue mich aber schon auf den direkten Nachfolger des Note 4 mit SOC-Upgrade (ENDLICH). Abgesehen davon: Das RM Note 4 ist auch in der 4/64 Version m. E. definitiv NICHT „obere Mittelklasse“