Chuwi SurBook [Test] – Surface Pro Alternative für unter €400

Das Chuwi SurBook war dieses Jahr ein echter Überraschungserfolg bei der Crowsfunding-Plattform Kickstarter. Über eine Millionen Dollar haben die Chinesen eingesammelt und dabei das Finanzierungsziel mehrfach übertroffen. Die vielen Backer zeigten sich überzeugt von dem am Microsoft Surface angelehnten Design, dem Datenblatt und natürlich dem attraktiven Preis.

Schauen wir mal, ob wir nach unserem Test ebenfalls überzeugt sind.

Design

Chuwi Surbook Test

Das Design des Chuwi SurBook, kann man wohl ohne Scham als „Surface-Klon“ bezeichnen. Dabei ist dieser Begriff schon lange ausgelutscht und wurde schon oft für Geräte verwendet, die nur einen Kickstand und ein silbriges Finish vorzuweisen hatten.

Das Chuwi SurBook geht noch einen Schritt weiter. Endlich stimmen neben der Optik, auch Gewicht, Verarbeitung und Haptik. Das SurBook ist ein großer, positiver Schritt nach vorne im Vergleich zu vielen Vorgängern im Bereich der 2 in 1-Hybriden aus China.

Nein, die Qualität kommt trotzdem nicht ganz an ein Microsoft Surface heran, was angesichts der Preisunterschiedes eine doch vermessene Erwartung wäre. Aber wenn man das Chuwi SurBook in die Hand nimmt, dann spürt man deutlich, dass die Chinesen hier viele Details beachtet und umgesetzt haben. Es fühlt sich in keinem Fall billig oder schlecht verarbeitet an.

Wäre auf dem SurBook ein Microsoft Symbol angebracht, würden die meisten Nutzer es für ein Surface halten (außer man hätte beide Geräte zum Vergleich vor sich liegen). Der Kickstand lässt sich stufenlos auf 125 Grad herabsenken, was dem Niveau des Surface Pro 4 entspricht. Das aktuelle Surface Pro (2017) kann sogar noch etwas flacher ausgerichtet werden.

Die ansteckbare Tastatur ist beleuchtet und dient im geschlossenen Zustand als Displayschutz. Leider lag uns durch einen Lieferengpass keine Tastatur zum Testzeitpunkt vor, diese soll sich Berichten zufolge aber stark nach dem Surface Type Cover anfühlen.

Das Tablet ist nur 9,4mm dünn und wiegt exakt 940 Gramm.

Display

Chuwi Surbook Test

Das IGZO-Display des Chuwi Surbook ist 12,3 Zoll groß, einem Seitenverhältnis von 3:2 und entspricht damit den Maßen seines Surface-Vorbildes. Auch die Auflösung, 2736 x 1824 Bildpunkte, gleicht der des Surface Pro von Microsoft.

Das IPS-Display bietet eine gute Helligkeit, schöne Farben und eine ordentliche Blickwinkelstabilität. Eine vom Werk aus angebrachte Schutzfolie, schützt den Bildschirm vor Kratzern. Die Rahmen der vollverglasten Frontseite sind schwarz, sodass sie optisch nicht besonders auffällig sind. Sie sind jedenfalls breit genug, um nicht versehentlich auf das Display zu tippen, wenn man das Tablet in der Hand hält.

Der Bildschirm bietet 10 Touchpunkte und reagiert präzise auf Eingaben. Das Chuwi SurBook unterstützt Stifteingabe, jedoch benötigt man dafür den proprietären Stylus, der in der Vergangenheit nicht besonders überzeugen konnte. Der neue HiPen soll Berichten zufolge deutlich besser auch für handschriftliche Notizen geeignet sein.

Leistung

Eckdaten:

  • Intel Celeron Processor N3450 Quad Core 1.1GHz, up to 2.2GHz
  • Intel HD Grafik 500
  • 6 GB RAM
  • 128 GB interner Speicher
  • BT 4.0
  • 802.11 a/b/g/n/ac
  • Wlan Dual-Band

Das Chuwi SurBook ist mit einem aktuellen Intel Apollo Lake Prozessor ausgestattet. Dieser wird passiv gekühlt, somit ist das SurBook völlig lüfterlos.

Der Celeron Prozessor ist dem Core M der Surface-Reihe leicht unterlegen. In Verbindung mit 6 GB RAM eignet sich das SurBook aber ohne Probleme für Office, Mail, Web und Media und ist dem Einstiegsmodell der Surface Pro-Linie in diesen Belangen ebenbürtig (letzteres Gerät wird im Grunde auch nicht für intensivere Aufgaben genutzt).

Chuwi Surbook Test

Netflix und andere Streamingdienste laufen hervorragend und sehen auf dem Display des Chuwi SurBook grandios aus. Die Perfomance reicht auch für mobile Store-Games aus. Anderweitiges Gaming ist mit dem SurBook nicht empfehlenswert.

Betriebssystem:

Windows 10 Home 64-Bit ist beim Chuwi SurBook vorinstalliert. Bei der Ersteinrichtung könnt ihr Englisch wählen und anschließend problemlos ein deutsches Sprachpaket installieren.

Bei den Windows Updates, gibt es auch keine Probleme. Nach der Einrichtung wurde mit sogleich das Windows 10 Fall Creators Update (Version 1709) angeboten. Ab Werk kommt das SurBook mit Version 1703 von Windows 10.

Anschlüsse

Vorbildlich zeigt sich Chuwi bei der Wahl der Anschlüsse für das Surbook.

  • 2 x USB-A (3.0)
  • 1 x USB-C
  • 3,5 mm Kopfhörereingang
  • MicroSD-Kartenslot

Während das Surface Pro nur einen USB-A und keinen USB-C Anschluss besitzt, kann das SurBook hier auftrumpfen und tritt deutlich moderner auf. Auch Monitore lassen sich per USB-C anschließen.

Akku

Mit einer Akkukapazität von 5000 mAh und niedriggetakteten Komponenten, fällt die Akkulaufzeit des Chuwi SurBook erwartungsgemäß gut aus. Etwa 8 Stunden bin ich im normalen Office Betrieb, mit Browsen und Musikstreaming hingekommen – das finde ich ordentlich.

Die Akkulaufzeit verkürzt sich natürlich je nach Einsatzgebiet. Danke Quick Charge 2.0 ist der Akku binnen 1 Stunde wieder voll geladen.

Fazit

Chuwi Surbook Test

Das Chuwi SurBook war ein massiver Erfolg bei Kickstarter und das ist kein Wunder. Mit einem grandiosen Display, guter Verarbeitung und solidem Datenblatt, ist Chuwi eine sehr gute Kopie des Surface-Konzepts gelungen, das vor allem bei den Anschlüssen vieles besser als das Vorbild aus Redmond macht.

Chuwi SurBook bestellen

SurBook Type Cover und Stylus bestellen

https://youtu.be/IJcjA12JkTE
Das Chuwi SurBook war dieses Jahr ein echter Überraschungserfolg bei der Crowsfunding-Plattform Kickstarter. Über eine Millionen Dollar haben die Chinesen eingesammelt und dabei das Finanzierungsziel mehrfach übertroffen. Die vielen Backer zeigten sich überzeugt von dem am Microsoft Surface angelehnten Design, dem Datenblatt und natürlich dem attraktiven Preis. Schauen wir mal, ob wir nach unserem Test ebenfalls überzeugt sind. Design Das Design des Chuwi SurBook, kann man wohl ohne Scham als "Surface-Klon" bezeichnen. Dabei ist dieser Begriff schon lange ausgelutscht und wurde schon oft für Geräte verwendet, die nur einen Kickstand und ein silbriges Finish vorzuweisen hatten. Das Chuwi SurBook geht noch einen Schritt weiter. Endlich stimmen neben der Optik, auch Gewicht, Verarbeitung und Haptik. Das SurBook ist ein großer, positiver Schritt nach vorne im Vergleich zu vielen Vorgängern im Bereich der 2 in 1-Hybriden aus China. Nein, die Qualität kommt trotzdem nicht ganz an ein Microsoft Surface heran, was angesichts der Preisunterschiedes eine doch vermessene Erwartung wäre. Aber wenn man das Chuwi SurBook in die Hand nimmt, dann spürt man deutlich, dass die Chinesen hier viele Details beachtet und umgesetzt haben. Es fühlt sich in keinem Fall billig oder schlecht verarbeitet an. Wäre auf dem SurBook ein Microsoft Symbol angebracht, würden die meisten Nutzer es für ein Surface halten (außer man hätte beide Geräte zum Vergleich vor sich liegen). Der Kickstand lässt sich stufenlos auf 125 Grad herabsenken, was dem Niveau des Surface Pro 4 entspricht. Das aktuelle Surface Pro (2017) kann sogar noch etwas flacher ausgerichtet werden. Die ansteckbare Tastatur ist beleuchtet und dient im geschlossenen Zustand als Displayschutz. Leider lag uns durch einen Lieferengpass keine Tastatur zum Testzeitpunkt vor, diese soll sich Berichten zufolge aber stark nach dem Surface Type Cover anfühlen. Das Tablet ist nur 9,4mm dünn und wiegt exakt 940 Gramm. Display Das IGZO-Display des Chuwi Surbook ist 12,3 Zoll groß, einem Seitenverhältnis von 3:2 und entspricht damit den Maßen seines Surface-Vorbildes. Auch die Auflösung, 2736 x 1824 Bildpunkte, gleicht der des Surface Pro von Microsoft. Das IPS-Display bietet eine gute Helligkeit, schöne Farben und eine ordentliche Blickwinkelstabilität. Eine vom Werk aus angebrachte Schutzfolie, schützt den Bildschirm vor Kratzern. Die Rahmen der vollverglasten Frontseite sind schwarz, sodass sie optisch nicht besonders auffällig sind. Sie sind jedenfalls breit genug, um nicht versehentlich auf das Display zu tippen, wenn man das Tablet in der Hand hält. Der Bildschirm bietet 10 Touchpunkte und reagiert präzise auf Eingaben. Das Chuwi SurBook unterstützt Stifteingabe, jedoch benötigt man dafür den proprietären Stylus, der in der Vergangenheit nicht besonders überzeugen konnte. Der neue HiPen soll Berichten zufolge deutlich besser auch für handschriftliche Notizen geeignet sein. Leistung Eckdaten: Intel Celeron Processor N3450 Quad Core 1.1GHz, up to 2.2GHz Intel HD Grafik 500 6 GB RAM 128 GB interner Speicher BT 4.0 802.11 a/b/g/n/ac Wlan Dual-Band Das Chuwi SurBook ist mit einem aktuellen Intel Apollo Lake Prozessor ausgestattet. Dieser wird passiv gekühlt,…

8.4

Surface Alternative

Chuwi SurBook

Das Chuwi SurBook kann als Surface Alternative überzeugen. Vor allem bei den Anschlüssen macht Chuwi alles richtig.

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Leonard KlintNikoMartin GLars Recent comment authors
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Lars B
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Lars B

Hallo Leo,
das SurBook wurde auf Indiegogo „gecrowdfunded“ und die Batterie hat 10.000 mAh. Malweiter

ShooterGrey
Mitglied
ShooterGrey

Hallo Leonard,
danke für den sehr hilfreichen Testbericht. Ich wäre sehr gespannt auf ein Feedback zur Tastatur, der Haptik und vor allem auch der Konnektivität. Kommt es zu Verbindungsabbrüchen, funktionieren die Anschläge etc… Da wäre ich sehr dankbar!

Niko
Gast
Niko

welche tastaturen passen denn dran?