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Android Oreo

China Smartphones mit Project Treble und warum das eine gute Sache ist

Von Anfang an hat Android ein Problem, die Updates des OS. Diese sind aufgrund der vielen unterschiedlichen OEM’s, welche Googles OS verwenden und leider oft genug nicht ordentlich pflegen seit den ersten Tagen die Achillesferse des ansonsten sehr guten Ökosystems. Nun versucht Google diese Problem in den Griff zu bekommen. Und wie es aussieht, scheinen sich immer mehr Smartphone Hersteller diesem Weg anzuschließen.

Das Problem mit der Fragmentierung

Fragmentierung (aus lat. frāgmentum für ‚(Bruch)Stück, Überbleibsel‘ zu frangere ‚brechen‘; -ieren-Bildung neuzeitl.) bedeutet im Allgemeinen „Zergliederung“ und benennt folgende Begriffe: in der Informatik: allgemein die Zerstückelung oder Zergliederung von Speicherbereichen, siehe Fragmentierung (Informationstechnik)

Vieles spricht für Android, das OS ist sehr flexibel uns anpassungsfähig. Man kann es bis ins kleinste Detail an seine Bedürfnisse und individuellen Wünsche anpassen. Das ist Segen und Fluch zugleich, denn damit öffnet man auch den Smartphone Herstellern Tür und Tor um alles so anzupassen das Android ins eigene Ökosystem passt. Was nun zuerst ja wie eine gute Idee klingt, stellt sich bei genauerer Betrachtung aber als fataler Fehler heraus.

Android vs. iOS

Ja iOS ist ein geschossenes System und es gibt auch nur einen Hersteller der iPhones. Dennoch muss sich Google was die Aktualität seines OS angeht mit seinem Counterpart aus Cupertiono messen lassen. Während Googles zur Zeit am meisten verbreitete Version Nougat aka Android 7.0 bereits 2 Jahre alt ist, sind knapp 3/4 aller iOS Geräte bereits auf der Version 11.

Alt aber nicht unbedingt gut

Wenn man sich die Verteilung der Android Versionen genauer ansieht, zeichnet sich ein düsteres Bild. 28.1 Prozent aller Geräte laufen noch auf Android 6.x (Marshmallow) und 28.5 Prozent auf Android 7.x (Nougat). Anders ausgedrückt, über die Hälfte aller Android Geräte laufen auf einer Software die bereits fast 2 Jahre alt oder älter ist ist. Nur knapp 1.1 Prozent, also ein verschwindend geringer Anteil laufen auf der (noch) aktuellen Version 8.x (Oreo).

Aber man kann noch eines draufsetzen. Über 98 Prozent aller Android Geräte laufen auf veralteter Software. Und nicht genug damit, über 36% dieser Geräte laufen auf einem OS, das fünf Jahre oder älter ist…

Project Treble als Lösung

Auf wen also kann man nun mit dem Finger zeigen? Das Hauptproblem liebt bei den Herstellern und zum Teil an Googles Update Zyklus. Schauen wir uns das einmal ein wenig genauer an.

Android Updates vor Treble

(c)Google

Vor der Einführung von Treble sah das ganze ungefähr so aus: Das Framework des OS und die sogenannte Low-Level-Software, das sind die Hersteller Anpassungen, waren beide Teil des selben Codes. Wenn nun also Android auf die nächste Version gehoben wurde, mussten auch alles Hersteller Anpassungen nachgezogen werden. Das ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand.

Mit Android 8.x (Oreo) hat Google dies geändert. Frameword und Low-Level-Software sind nun beide getrennt. Dies bedeutet das Android selbst upgedated werden kann ohne das die Herstelleranpassungen davon betroffen sind. Diese können, müssen aber nicht mit angepasst werden.

Der lange Weg zum Update

Bevor also ein Update auf einem Android 7.x Gerät installiert werden kann, oder einer noch früheren Version, muss nicht nur der Hardware Code upgedated werden, sondern auch der Low-Level-Hardware Code. Dieser wird meist vom Chip Hersteller gewartet. Wenn also ein Smartphone Hersteller ein Update auf eines seiner Geräte installieren möchte, muss dieser erst auf den Chiphersteller warten, bis dieser seinen Hardware Code angepasst hat. So ist jeder auf den anderen angewiesen, ein nicht gerade geringer Aufwand um ein Smartphone upzudaten.

Android Update mit Treble

Mit Android 8.x (Oreo) ändert sich das Update nun grundlegend. Da nun der Core Hardware Code vom OS Code getrennt ist müssen Hersteller nicht mehr auf den Chiphersteller warten um ein Update durchzuführen. Dies sollte die Sache mit den Updates deutlich beschleunigen, Nun zumindest in der Theorie. Denn Updates sind auch weiterhin in der Hand der Hersteller. Und da noch nicht wirklich sehr viele mit Android 8.x (Oreo) ausgestattet sind, lässt sich noch nicht sagen inwieweit dieses neue System greift.

Wer profitiert von Project Treble?

Nun diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten, das wäre wohl auch zu viel verlangt gewesen.

  • Geräte die nicht auf Android 8.x (Oreo) upgedated werden erhalten auch kein Project Treble.
  • Wenn ein Gerät Andoid 8.x (Oreo) per Update erhält, muss es nicht automatisch auch Project Trebele erhalten. Das liegt einzig in der Hand der Hersteller.
  • Wenn man ein neues Gerät kauft, welches Android 8.x (Oreo) Out of the Box installiert hat, dann muss dieses Gerät auch über Project Treble verfügen.  Hier gibt es keine Ausweichmöglichkeit mehr für Hersteller.

Zusammenfassend kann man also sagen das bei Geräten welche auf Android 8.x upgedated werden die Entscheidung ob Treble unterstützt wird beim Hersteller liegt. Bei Geräten, welche von Haus aus auf der aktuellsten Android Version laufen ist Treble vorgeschrieben.

China Smartphones und Treble

Wie wir bereits berichtet haben, hat sich Nubia dazu entschlossen ab 2018, zumindest auf Geräte für den europäischen Markt auf das hauseigene UI zu verzichten und dafür Android 8.x OTB einzusetzten. Und auch die letzten Elephone Geräte U und U Pro kommen mit dieser Version und unterstützen bereits Project Treble. Dies ist sicher ein richtiger und wenn man auf lange Sicht am europäischen Markt bestand haben möchte, auch wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Hoffen wir also das sich möglichst viele Hersteller entscheiden eine Android 8.x (Oreo) oder Android 9.x (P…) OTB einzusetzen.


via howtogeek

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