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Android P: Erste Vorschauversion schlägt mit zahlreichen Neuerungen auf

Während einige Phones noch immer mit Android 5 Lollipop oder Android 6 Marshmallow unterwegs sind, bewegt sich ein Grossteil der (Nicht-Billig) Phones mittlerweile in Richtung Android 7 Nougat. Die ganz Fleissigen unter den Phones erhalten derweil bereits die erste Preview von Android 8 (P). Welche das sind, erklären wir im nachfolgenden Beitrag.

Bereits seit längerem war bekannt, dass Google eine erste Vorschauversion (Preview) des nächsten grossen Android Updates (Android 9 oder auch Android P) im Frühjahr 2018 verteilen wird. Und da Google massgeblich an der Entwicklung der nächsten grossen Android Version arbeitet, ist es, wie üblich, auch ein Privileg der hauseigenen Phones, diese Beta zu testen.

Primär handelt es sich dabei natürlich um Besitzer eines Pixel-Smartphones, wenngleich Google natürlich in erster Linie die Entwickler dazu bringen möchte, sich mit der neuen Version und den damit verbundenen Anpassungen für neue Geräte anzusprechen. Dennoch kann natürlich jeder Besitzer eines für die Preview freigeschalteten Gerätes eben diese installieren und die ersten Features bereits testen. Wer sein Gerät allerdings als Daily Driver im Alltag benötigt, sollte vom Update allerdings die Finger lassen – denn dafür ist die Version aktuell definitiv nicht geeignet.

Features von Android P

Doch, was bringt Android P eigentlich so alles mit? Schauen wir es uns doch mal genauer an.

Notch-Display

Auch wenn ich persönlich es bescheuert finde und auch nicht verstehe, wieso alle wieder dem angebissenen Apfel hinterherhecheln… Der Notch hält nun offiziell auch bei Android Einzug. Mit dem sogenannten „Display cut support“ lässt sich Android entsprechend der Notch-Grösse konfigurieren. Damit werden eben nicht mehr irgendwelche Infos einfach vom Notch gefressen und das Ganze sieht endlich auch professioneller aus. Dennoch hoffe ich persönlich, dass dieser Notch nicht zum generellen Standard für alle Geräte wird.

Schnittstelle für mehrere Kameras

Mit dem Update wird eine Schnittstelle in Android implementiert, durch welche mehrere Kameras gleichzeitig angesteuert werden können. Gibts doch schon lange? Ja, allerdings nicht direkt in der Android Code-Basis drin. Durch diese Schnittstelle soll es einfacher werden, geräteübergreifende Kamera-Apps zu entwickeln. BTW: Die Google Kamera-App konnte bislang nicht mit Dual-Cams umgehen, wodurch z.B. das Xiaomi Mi A1 die MI-Kamera-App mitgeliefert bekam anstelle der „echten“ Kamera-App für Stock-Android.

Der Doktor für den Akku kommt

Klingt komisch, ist aber so. Apple hatte ja vor einigen Monaten zugegeben, dass sie die Smartphones drosseln, damit das Gerät bei nicht mehr ganz so gesunden Akkus nicht einfach abschaltet. Aufgrund der vielen Kritik an dieser Praxis implementierte Apple einen Schalter, der es den Usern ermöglicht, die volle Leistung auch bei nicht mehr ganz so guten Akkus zu beziehen. Dazu gehörte auch die Möglichkeit, den „Gesundheitszustand“ des Akkus einzusehen. Und eben dieser Gesundheitszustand wird nun auch unter Android implementiert, sodass der User sehen kann, wie gut oder schlecht es seinem Akku eigentlich so geht.

Desweiteren kann man nun zwischen 5 und 70% festlegen, wann die Stromspareinstellungen des Phones aktiviert werden sollen.

Alte Apps

Wer schon einmal einen Blick in den Play Store geworfen, und nicht eine der populären Apps, sondern eine eher unbekannte App heruntergeladen hat, der stellt schnell einmal fest: Hier gibt es viele App-Leichen – also Apps, die seit Monaten oder Jahren nicht mehr gepflegt wurden und langsam vor sich hingammeln. Gegen diese Apps hat auch Google etwas und will mit Android P dagegen vorgehen.

Der User erhält so z.B. eine Warnung, wenn er eine veraltete App installieren will, die seinerzeit für Android 4 oder älter erstellt wurde. Der Nutzer soll so natürlich primär verbesserte Apps erhalten, die auch auf die installierte Android Version P zugeschnitten sind und nicht weiter mit App-Leichen auf dem Phone herumlaufen.

Benachrichtigungen

Wer das Notification Center von Google mit demnjenigen von z.B. Xiaomi oder Huawei vergleicht, der merkt schnell, dass das von Google deutlich mehr kann. Mit Android P wird dieses zudem in der Lage sein, Bilder in den Benachrichtigungen anzuzeigen. Auch die beteiligten Personen einer Unterhaltung sollen neu erkannt und im Notification Center ausgewiesen werden. Auch „Smart Replies“, also vordefinierte kurze Antworten können künftig direkt aus dem Benachrichtigungscenter verschickt werden.

Performance

Quasi das Herzstück der Android-Versionen ist die Android Runtime (ART). Diese wurde nochmals stark verbessert und soll so nicht nur kürzere Ladezeiten ermöglichen, sondern auch einen reduzierten Speicherverbrauch mitbringen. Der Akku soll, wie üblich, nun länger durchhalten. Ob man davon im Alltag etwas merkt, werden wir ja dann sehen. Besonders die hauseigenen Pixel-Geräte werden da als Referenz dienen.

Natürlich bringt auch Android P nochmals erhebliche Sicherheitsverbesserungen mit. So gibt es mit der neuen Version bespielsweise einen einheitlichen Dialog für die Eingabe eines Fingerabdrucks, den Drittentwickler in ihre Apps einbauen können. Standardmässig wird der Datenverkehr einer App mit der neuen Version von Haus aus verschlüsselt abgewickelt. Will das ein Entwickler nicht, so muss er das manuell unterbinden. verschlüsselt erfolgen. Entwickler müssen hier aktiv die Einstellung unterbinden, wenn sie dies verhindern möchten.

Mit Android P sollen desweiteren neue Kategorien in den Hardwaresicherheitsmodulen unterstützt werden. Dadurch sollen Android Pakete nicht verändert werden können, womit beispielsweise Schadsoftware nicht mehr ganz so einfach auf die Geräte gelangen können. erschweren würde. Da es sich hier aber um Hardware-Module handelt, wird dies natürlich primär einmal neue Geräte voraussetzen.

Es gibt noch weitere Verbesserungen und Anpassungen. Google wird anlässlich der I/O-Konferenz im Mai sich sicherlich ausführlich dazu äussern, was denn da so auf uns zukommen wird.

Foto & Video

Mit Android P lanciert Google den sogenannten ImageDecoder, der es App-Entwicklern erlaubt, eine bessere Lösung zur Bildwiedergabe zu ermöglichen. Der ImageDecoder unterstützt so z.B. auch einfache Effekte wie das Abrunden oder Beschneiden von Bildern. Animierte WebP-Bilder und Unterstützung für HDR-Videos im VP9-Format kommen ebenfalls neu dazu. Auch das von Apple bereits seit High Sierra genuzte HEIF-Bildformat wird nun unterstützt.

Die Privatsphäre

Google und Privatsphäre. Nunja, das geht, wenngleich Google natürlich massiv viele Daten der User gleich selber erfasst. Aber das nur so als Randbemerkung…

Mit Android P werden nun sämtliche Hintergrundzugriffe auf die Kamera, das Mikrofon oder auch die Sensoren unterbunden. Bislang konnten diese Apps lauschen, wenn sie einmal über eine solche Berechtigung verfügten. Anzumerken ist hierbei, dass dies nicht nur bei Android der Fall ist, sondern auch bei Windows Phones und sogar den ach so sicheren iPhones. Apps, die unter Android P versuchen zu lauschen, erhalten leere Datensätze und können damit mal so gar nichts mehr anfangen. Apps, die aber zwingend permanent zuhören müssen (z.B. eine App à la Cortana), können dies auch weiterhin tun, müssen aber dies klar zu Beginn nach der Installation deklarieren und eine entsprechende Anfrage an den User stellen. Lehnt dieser ab, geht es nicht.

Android Work

Auch Unternehmenskunden sollen inskünftig mehr und besser mit Android Smartphones arbeiten können. So wird es für Android Work zahlreiche Neuerungen geben. Ähnlich, wie bei Windows, können Updates künftig um bis zu 90 Tage hinausgezögert werden, bevor sie zwingend installiert werden müssen. Ironie, dass es bei zahlreichen Herstellern Updates, wenn überhaupt, nur mit grosser Verzögerung gibt.

Viel Neues „unter der Haube“

Wie üblich passiert viel bei Android unter der Haube – also ohne dass der User direkt etwas davon mitbekommt. Mit Android P erhält das System nun offiziell Unterstützung für Indoor-GPS, also das exakte Bestimmen des Standortes in Räumen. Dies geschieht über das sogenannte WiFi Round Trip Time (RTT) bzw. 801.11mc. Voraussetzung hierfür ist aber auch neue Hardware.

Wer sich alles im Detail anschauen will, der findet hier direkten Zugang zu den Ausführungen von Google. Die nächste Preview ist übrigens für Mai angekündigt. Bis dahin will man möglichst viele der gemeldeten Fehler ausmerzen.

I would say you lost.

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dicks
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dicks

„Bereits seit längerem war bekannt, dass Google eine erste Vorschauversion (Preview) des nächsten grossen Android Updates (Android 8 oder auch Android P)“ -> gemeint ist wol Android 9 oder?

Bernd
Gast
Bernd

„Mit Android P wird dieses zudem in der Lage sein, Bilder in den Benachrichtigungen anzuzeigen.“

Bilder in den Benachrichtigungen kann auch Android 8 anzeigen, z.B. die Vereinslogos (sind ja auch Bilddateien) beim Live-Ticker der kicker-App